GEWINNFREIBETRAG, Änderung ab 01.01.2013                                                                                                          Nov. 2012
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Im Zuge des Stabilitätsgesetzes 2012 wurden die im § 10 EStG angeführten Regelungen zum Gewinnfreibetrag geändert. Der Grund der nachfolgend erläuterten Änderungen, welche ab der Veranlagung 2013 gültig sind, ist die Leistung eines „Solidarbeitrages" durch den Steuerzahler.


Nach momentan geltender Rechtslage ist es für natürliche Personen im Rahmen ihrer betrieblichen Einkünfte möglich, einen Gewinnfreibetrag von bis zu 13% ihres Gewinnes (insgesamt jedoch höchstens € 100.000,-) geltend zu machen. Der Gewinnfreibetrag wird dabei in einen Grundfreibetrag und einen investitionsbedingten Gewinnfreibetrag unterteilt. Der Grundfreibetrag ohne Investitionsverpflichtung von 13% steht jedem Steuerpflichtigenfür einen Gewinn von bis zu € 30.000,- (das sind € 3.900,-) zu; der investitionsbedingte Gewinnfreibetrag von bis zu 13% steht jedem Unternehmer bei Gewinnen ab € 30.000,- zu; jedoch höchstens € 100.000,-.

Die neue Rechtslage – welche auf die Jahre 2013 bis 2016 beschränkt ist – sieht nun eine Staffelung des Prozentausmaßes beim Gewinnfreibetrag vor. Demnach steht dem Steuerpflichtigen weiterhin bis zu einem Gewinn von € 30.000,- der Grundfreibetrag ohne Investitionsverpflichtung iHv 13% des Gewinns zu. Der investitionsbedingte Grundfreibetrag wird jedoch auf Grund der Staffelung stark eingeschränkt: bis zu einer Bemessungsgrundlage von€ 175.000,- stehen weiterhin 13% als Gewinnfreibetrag zu. Wird diese Bemessungsgrundlage jedoch um weitere € 175.000,- überschritten (insgesamt somit € 350.000,-), so stehen für die ersten € 175.000,- weiterhin 13% als Gewinnfreibetrag zu, für die zweiten € 175.000,- jedoch nur mehr 7%. Wird die Bemessungsgrundlage um weitere € 230.000,- überschritten (Bemessungsgrundlage insgesamt daher € 580.000,-), so stehen für die € 230.000,- lediglich 4,5% als Gewinnfreibetrag zur Verfügung. Überschreitet die Bemessungsgrundlage eine Höhe von € 580.000,-, so kann für den darüber hinausgehenden Betrag kein Gewinnfreibetrag mehr geltend gemacht werden.

SCHENKEN VON IMMOBILIEN, wird teurer                                                                                                               Nov. 2012
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Bei unentgeltlichen Übertragungen diente bisher der dreifache Einheitswert als Bemessungsgrundlage (sofern die Gegenleistung nicht höher war) sowohl für

  • die Grundbucheintragungsgebühr als auch
  • für die Grunderwerbsteuer.

Im Fall der Grundbucheintragungsgebühr hat der Verfassungsgerichtshof (VfGH) bereits entschieden: Der Einheitswert als Bemessungsgrundlage für die Grundbucheintragungsgebühr ist unsachlich und veraltet.

Im September wurde eine Neuregelung für die Grundbucheintragungsgebühr in Begutachtung geschickt.

Derzeit liegt auch die Grunderwerbsteuer dem Verfassungsgerichtshof zur Prüfung vor. Fällt auch hier der Einheitswert als Bemessungsgrundlage, so könnten sowohl bei Schenkungen als auch beim Vererben erheblich mehr Kosten anfallen als bisher.

Grunderwerbsteuer

Bei Immobilien-Transaktionen ist grundsätzlich Grunderwerbsteuer zu zahlen. Bei Verkäufen dient der Wert der Gegenleistung als Bemessungsgrundlage. Bei unentgeltlichen Übertragungen wie z.B. bei Schenkungen wird die Steuer vom Wert des Grundstücks berechnet (sofern die Gegenleistung nicht höher war). Das ist grundsätzlich der dreifache Einheitswert.

Die seit Jahren gleichbleibenden Einheitswerte als Bemessungsgrundlage sind schon länger in Diskussion. Nun prüft der Verfassungsgerichtshof (VfGH), ob der Einheitswert noch eine geeignete Bemessungsgrundlage darstellt.

Als neue Bemessungsgrundlage könnte der Verkehrswert herangezogen werden. Der Verkehrswert ist jener Wert, der bei einem Verkauf erzielt werden kann. Üblicherweise ist der Verkehrswert erheblich höher als der dreifache Einheitswert.

Änderung der Grundbucheintragungsgebühren

Wechselt ein Grundstück seinen Besitzer, muss der neue Besitzer in das Grundbuch eingetragen werden. Verpflichtend zu zahlen ist hier die Grundbucheintragungsgebühr. Auch hier diente der dreifache Einheitswert als Bemessungsgrundlage für die Gebühr (sofern die Gegenleistung nicht höher war). Dies wurde vom VfGH bereits aufgehoben.

Die Neuregelung für die Gebühr ist bereits in Begutachtung. Im Begutachtungsentwurf ist vorgesehen, dass die Eintragungsgebühr zukünftig vom Verkehrswert zu zahlen ist. Der Gebührenpflichtige hat diesen Wert festzustellen und Unterlagen vorzulegen, die die Ermittlung des Wertes bestätigen.

Einheitswert in bestimmten Fällen weiterhin maßgeblich

Es sind aber auch Begünstigungen vorgesehen. In diesen Fällen soll die Gebühr vom dreifachen Einheitswert, maximal von 30 % des Verkehrswerts bemessen werden. Gelten sollen die Ausnahmeregelungen bei

  • land- und forstwirtschaftlichen Betrieben,
  • Liegenschaften im privaten Bereich,
  • Anteile einer Gesellschaft.
Weitere Änderungen

Weiters soll die Gebühr um € 20,00 weniger betragen, wenn sie durch Abbuchung oder Einziehung entrichtet wird. Zukünftig soll keine Selbstberechnung mehr über FinanzOnline möglich sein.

Die endgültige Gesetzwerdung ist noch abzuwarten. Es ist davon auszugehen, dass einzelne Bestimmungen noch geändert werden. Geplant ist, dass die Novelle mit 1.1.2013 in Kraft tritt.

Wir empfehlen eine Beratung

Für den Fall, dass Sie in naher Zukunft eine Schenkung planen, empfehlen wir Ihnen, rasch einen Beratungstermin zu vereinbaren.

Stand: 10. Oktober 2012

BUCHVERÖFFENTLICHUNG, "Verwüstete Heimat"                                                                                                  April 2012
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Am Freitag, 13.4. 2012., im Kristallsaal der Stadt Bugojno wurde das Buch "Verwüstete Heimat" des Autors Branko Popravak veröffentlicht.

Dieses Buch beschreibt wie die Menschen in dieser Gegend geheiratet, gearbeitet, gelebt und verstorben haben. Ihren Alltag. Gleichzeitig beschreibt das Buch die Zeiten als der Branko noch ein Junge war, u.a. auch die Momente wie sein Bruder an eine Familie abgegeben wurde, um für diese zu arbeiten. Dieses Buch ist für alle Menschen, sowohl für Junge und jung Gebliebene aus dieser Gegend, interessant. Alle Interessierten bitten wir um ein kurzes e-mail an: office@krajinovic.at

YouTube Video der Veröffentlichung sehen sie unter diesem Link:

http://www.youtube.com/watch?v=DkbZY2FKflw

Nachdem Herr Branko Popravak in Oberösterreich lebt und arbeitet, genau gesagt in Laakirchen und ist der erste Mitarbeiter der Firma „MIBA" (ca. 4.000 Mitarbeiter) auch aus Laakirchen, der ein Buch geschrieben hat, wurde er vom "Miba Magazin" der Firmeneigenen Zeitung interviewt. Den Artikel können Sie hier lesen.